Spielbericht #6, Saison 26/27
Deutlich Niederlage im Derby gegen den USC Heidelberg
Dass das Spiel kein einfaches wird, war klar. Der USC hat ein starkes Team mit viel Talent, und eher Überraschend vor dem Spiel erst einen Sieg eingefahren gehabt. Dass es für die Füchse so gar nicht laufen sollte, war vor dem Spiel aber nicht klar.
Dabei war das erste Viertel noch offen, beide Teams starteten mit hoher Intensität Den Gästen von der anderen Neckarseite war anzumerken, dass sie auf Wiedergutmachung aus waren. Der TSV schaffte es im ersten Viertel noch den USC gut zu stoppen und Körbe zu verhindern, war aber im eigenen Umschaltspiel zu hektisch und schmiss zu häufig den Ball direkt wieder weg, ohne zu Abschlüssen zu kommen.
Ab dem zweiten Viertel ging es dann Bergab, zunehmend verunsichert ließen die Füchse zu viel Abstand in der Verteidigung, was der USC vor allem über Goran Dusan, der mit 21 Punkten Top-Scorer der Partie wurde, dankend annahm. Offensiv fehlte es den Füchsen auch an schnellen Entscheidungen, zu langsam bewegte sich der Ball, zu viele Ungenauigkeiten verhinderten, dass man überhaupt zu Abschlüssen kam. Mit 21:40 war der Halbzeitrückstand schon deutlich.
Das Aufbäumen in der zweiten Halbzeit blieb leider ebenfalls aus. Der Wille war im Ansatz da, aber offensiv wollte nichts gelingen. Die Füchse kamen aus ihrer Passivität nicht mehr raus, zu oft reichte den Gästen eine Aktion, um sich einen guten Abschluss zu erspielen. So bleib die zweite Halbzeit wie der zweite Viertel deutlich und ein klares 51:94 war die Konsequenz.
„Man darf gegen diese Mannschaft schon verlieren, aber nicht so. Wir hatten einen guten Gegner bei uns, dem man angemerkt hat, dass es für sie um einiges ging. Der USC war sehr konzentriert und offensiv wie defensiv wenig Fehler angeboten. Aber wir dürfen uns so nicht präsentieren, vor allem nicht in der eigenen Halle. Wir haben nach dem ersten Viertel völlig das Vertrauen in unser Spiel verloren und konnten aus der Negativspirale dann auch nicht mit Kampf rauskommen. Das tut mir Leid für unsere Fans, dass wir heute nicht mehr bieten konnten.“, so Ryklin nach dem Spiel.
Einer der wenigen Lichtblicke für die Füchse war Jakob Nenner, der sich defensiv reinhängte und im Angriff immer wieder mit schönen Aktionen am Brett durchsetzen konnte. Zusammen mit Maximilian Kiesel (beide 14 Punkte) wurde er bester Werfer bei den Füchsen.
Jetzt gilt es das Spiel anzuhaken, denn die nächsten schweren Aufgaben warten schon. Samstag müssen die Füchse zur SG EK nach Karlsruhe. Die Karlsruher waren schon immer ein wenig eine „Wundertüte“ und sind es bislang auch diese Saison nach ihrem Wiederaufstieg. „Sie können sich in Rage spielen, sodass sie fast nicht zu stoppen sind und die besten Gegner schlagen. Daher wird es besonders wichtig sein, dass wir konzentriert in das Spiel starten und wenig Fehler im ersten Viertel machen. Ich hoffe, dass wir eine Reaktion auf unsere schwache Leistung im letzten Spiel zeigen können und wieder von Anfang bis Ende selbstbewusst unser Spiel aufziehen. Das heißt mutige Verteidigung und schnelle Ballbewegung im Angriff, so haben wir die besten Chancen Spiele zu gewinnen.“, sagt Trainer Daniel Ryklin zum Auswärtsspiel am Samstag.
Die Füchse werden in jedem Fall auf Emil Schlemmer verzichten müssen, Luc Bierlein und Jakob Dillschneider arbeiten an ihrem Comeback, dieser wird aber noch ein paar Wochen dauern.