Spielbericht #3, Saison 26/27
Overtime Krimi in Tamm
In einem tollen Spiel am Sonntag Abend in Tamm hat es für die Füchse nur knapp nicht gereicht. Mit 86:85 nach Verlängerung müssen sie sich dem guten Aufsteiger geschlagen geben.
Dabei war es vor allem die erste Halbzeit, die ausschlaggebend für die Niederlage war. Zu viele Ballverluste gepaart mit zu passiver Verteidigung hat es den Gastgebern zu einfach gemacht. 45 zugelassene Punkte in der ersten Halbzeit waren deutlich zu viel. Trotzdem waren die Füchse durch eigene 38 Punkte noch im Spiel.
In der zweiten Halbzeit war die defensive der Füchse dann deutlich besser. Mehr Aktivität, mehr Druck am Ball und schnellere Rotationen stellten Tamm/Bietigheim vor mehr Probleme, sodass der Vorsprung immer kleiner wurde. Beide Team schenkten sich nichts. 10 Führungswechsel und 9 Gleichstände, fast alle in der zweiten Halbzeit sprechen für sich.
7 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit hatte Tamm/Bietigheim alles in eigener Hand: 2 Punkte Vorsprung und zwei Freiwürfe für Schurr. Dieser verfehlte allerdings beide, Maximilian Kiesel sicherte den Rebound und brachte den Ball gegen Druck mit einem langen Pass zu Frederick Wilger, der zum Ausgleich mit der Sirene einnetzte.
Auch in der Verlängerung war es zuerst Tamm/Bietigheim, die in Führung gehen konnten. Maximilian Kiesel bekam zudem bei einer engen Offensiv-Foul Entscheidung sein fünftes persönliches und musste von der Bank zusehen, wie seine Mitspieler alles reinhängten um den Sieg zu holen. Wieder ging es mir einem knappen Spielstand in die letzten Sekunden. Wieder waren es zwei Punkte Rückstand für die Füchse, diesmal aber Frederick Wilger an der Freiwurflinie. Er verwandelte den ersten, der zweite ging daneben, aber fiel im wieder in die Hände und Freddi konnte 12 Sekunden vor Schluss zur Führung verwandeln. Die Gastgeber ließen sich aber nicht unter Druck setzen und spielten ihren letzten Angriff über Janine Holzwart, der souverän über den Gegenspieler den Treffer zum Sieg erzielte. Ein bitteres Ende für die Füchse, die viel investierten. Ein Sieg wäre ehrlicher Weise insgesamt eher glücklich gewesen.
„Die erste Halbzeit war zu schwach. Klar sind es am auch am Ende Kleinigkeiten, mit denen wir das Spiel hätten gewinnen können, aber mit mehr Biss in Halbzeit 1 hätten wir das Spiel früher in unsere Richtung stoßen können. Abgesehen davon bin ich zufrieden mit dem Kampfgeist und unserer Spielweise. Es haben wieder alle gepunktet, offensiv leisten alle Spieler einen Beitrag. Das ist ein großer Unterschied zur letzten Saison und das wird uns im Saisonverlauf noch sehr viel helfen, da bin ich überzeugt. Wir müssen weiter an unserer Defensive arbeiten, da machen wir noch zu viele Fehler, da fehlen uns zu oft konsequente Entscheidungen. Wenn wir das über die nächsten Wochen hinbekommen, werden wir schwer zu schlagen sein.“
Es wird noch ein paar Wochen dauern, bis die Füchse aus dem vollen schöpfen können. Luc Bierlein hatte sich Freitag im Training verletzt und wird vermutlich noch ein paar Wochen regenerieren müssen, so wie auch Jakob Dillschneider noch die Verletzung vom letzten Heimspiel kuriert. Am Samstag empfangen die Füchse die Lokomotive Göppingen im Sportzentrum West. Göppingen konnte die letzten zwei Spiele gewinnen, allerdings auch nicht gegen Top-Teams. „Wenn wir die richtigen Schlüsse aus den letzten zwei Spiele ziehen und gerade Defensiv zielstrebig als Einheit agieren, dann werden wir den ersten Heimsieg der Saison feiern können.“, so die Hoffnung von Trainer Daniel Ryklin.