Crailsheim bleibt schweres Pflaster für die Füchse – schwierige Umstände führen zu knapper Niederlage.
Nur zu siebt konnten die Füchse nach Crailsheim anreisen, da Timo Käding und Oliver Lippert familiär verhindert waren und die jungen Spieler Daniel Stegmüller und Victor Ece bei der zweiten Mannschaft in der Oberliga parallel spielten. Nicht die besten Voraussetzungen gegen eine junge, athletische Mannschaft wie Crailsheim. Diese haben sich vorgenommen, das Spiel unbedingt zu gewinnen, was sich nicht zuletzt an einer ungewohnt kleinen Rotation der ProA-Reserve widerspiegelte, die ihre jüngeren Spieler weniger als gewohnt einsetzten und viel Spielzeit auf ihre erfahreneren Spieler setzten (obwohl wenn diese auch noch recht jung sind).
Das Spiel war trotz dieser Ausgangslage von Anfang bis Ende knapp, 7 Punkte war der höchste Vorsprung einer Mannschaft im Spiel, 5 Gleichstände und 18 Führungswechsel sprechen für sich.
Der Crailsheimer David Garnier erwischte einen Sahnetag und war mit seiner schnelligkeit extrem schwer zu kontrollieren für die Füchse. Er erzielte insgesamt 34 Punkte und zog vor allem auch viele Fouls.
Dies führte zu einer frühen Foulbelastung und kam für die Füchse erschwerend zum kleinen Kader hinzu, doch das sollte nicht der letzte Rückschlag sein. Früh im dritten Viertel bekam Daniel Ryklin bei einer Rebrund-Aktion den Ellenbogen eines Crailsheimer Spielers auf die Nase, die leicht deformiert und stark blutend ein weiteres Eingreifen ins Spiel verhinderte. Damit war für den Rest des Spiels der größte verbleibende Fuchs auf dem Spielfeld knapp über 1.90 Meter gegen zwei Crailsheimer Center um die 2,10 Meter.
Trotz aller Widrigkeiten schafften die Wieblinger es, das Spiel bis zum Ende knapp zu halten, eine Minute vor Schluss auf 2 Punkte dran zu sein. Nicht zuletzt auch durch den mal wieder überragenden Maximilian Kiesel (37 Punkte, 5 3er), der seinerseits die Crailsheimer zu Verzweiflung brachte. Letztendlich waren die Umstände aber zu schwierig. „Wir haben alles gegeben, uns mit allem gewehrt, ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft und diese Leistung. Ohne die Verletzung wäre das Spiel sicherlich anders ausgegangen.“, so Co-Trainer Jochen Goßmann nach dem Spiel.
Für die Füchse folgt das nächste Auswärtsspiel kommenden Sonntag in Göppingen. Das Hinspiel war einer der einfacheren Siege, aber auch weil bei Göppingen Spieler fehlten. Davon dürfen sich die Füchse nicht in Sicherheit wiegen lassen. Wie fast alle Teams befindet sich der Aufsteiger Punktgleich mit den Füchsen im breiten Mittelfeld. Mit den beiden Teams treffen die zwei besten Defensiven aufeinander, zumindest was die erlaubten Punkte angeht – beide Teams lassen durchschnittlich nur 70,3 Punkte zu. Für die Füchse wird es wichtig sein, dass alle Verletzungen vom letzten Spiel schnell verheilen und sie hoffentlich mit mehr als 7 Spielern antreten können. Die zweite Mannschaft spielt wieder parallel, was Aushilfen schwierig macht. „Wir müssen noch sehen, wie sich die Kader-Situation über die Woche entwickelt, aber der Sieg wäre für uns sehr wichtig und ich bin überzeugt, dass wir Göppingen ein zweites mal schlagen können, auch mit kleinerem Kader.“ erklärt Spielertrainer Daniel Ryklin.